Warten, auf was?
Auf Glück in der Liebe oder im Spiel, oder auch nur auf bessere Zeiten.
So harrt der Mensch ängstlich, gequält von Gespenstern aus der Vergangenheit, auf eine lichtvolle Zukunft.
Anstatt das Gestern und all seine Hoffnungen fahren zu lassen.
Im Spalt dazwischen findet im Jetzt das Leben statt …

 

 

 

 

Warten ?
Nein.
Ich wartete zu lange.
Zu lange ertrug ich dein Leid,
zu lange das Leid der anderen.

Warten ?
Jetzt fordere ich ein !
Sieh genau hin.
Lass ab von jedweder Täuschung.
Lasse mich nicht mehr blenden.
Kümmere dich -jetzt….

Warten
auf ein Weiter-so ?
Wie bisher ?
Nimmer mehr.
Wachse, strecke dich,
gleich einer stolzen Zypresse gen Himmel.
Bewege dich
befreit…..

Daphne Amiri

 

 

 

 

 

Warten auf das Glück

Mit dem Warten auf das Glück
Hab‘ mein Leben ich versäumt.
Und, blicke ich zurück,
Erscheint Alles mir geträumt.

Am Ende des Weges, jetzt,
Wo mein Horizont zerbricht
Und Freund Hein sich zu mir setzt,
Plötzlich mich das Glück anspricht.

Ewig schon bin ich bei dir,
Ein Ja hätte mir genügt.
Deinem freien Willen hier,
Dem nur hab‘ ich mich gefügt.

HH

 

 

 

 

 

Ich warte auf ein Zeichen…

Du sagst, du weißt nicht,
was du für sie empfindest.
Das glaube ich nicht.

Du sagst, du kannst dich
jetzt nicht entscheiden.
Das glaube ich dir.

Du sagst, dass du noch
etwas für mich hegst,
sprichst nicht von Liebe

Ist das genug?

ba

 

 

 

 

 

wartend…

ein kalter Luftzug
durch die Einsamkeit der Wüste,
reißt die Pflanze aus
und zählt die Blüte

… unpaar …
und dazu ein Ton … laut …

die innere Unruhe
macht uns aber taub
und die Sonnenuhr
zeigt akademisch
weit über viertel nach …

DD

 

 

 

 

Dort an der Ecke,
dort stehe ich.
Seit Jahrgedenken
bin ich dort.
Im alten Mauerschatten.

In dieser Nische
harre ich ..
In Schnee und
tiefster Sonnenglut.

Einzig mir
als letzter Geist,
dein wunderbares
schönes Wort:

„Warte, mein Geliebter!“
So harr ich aus,
ich warte immer.
Hier im schattig Mauerbogen.

RM

 

 

 

 

Wartebank

Die besetzten Parkbänke voller Gram
Biegen nicht durch (von allein)
Egal wie lahmgelegt der Geist 
den sie bewahren
Jede einzelne Latte unterm…
und…
hinterm… Rücken
Starker Trost-Regen

Warum aufstehen
Das Aufsehen… schafft

Lieber verborgen
Vergraben die Sorgen
Aussitzen
Zeit und Bauch hochhalten
Hoffen….
Gottesgnade lacht

Mensch, der du alles hast…
tust nichts außer warten

CS

 

 

 

 

DAS WARTEN

In einer Zeit in der wir
Mehr hoffen als zu tun
Mehr glauben als zu beten
Und reden ohne zu wissen
Da freut sich der Teufel und tanzt
In einer Zeit in der wir
Mehr weinen als zu lachen
Mehr bangen als zu feiern
Und hören ohne zu versteh´n
Da freut sich der Teufel und singt
In einer Zeit in der wir
Mehr versprechen als zu halten
Mehr geben als zu nehmen
Und schauen ohne zu seh´n
Da freut sich der Teufel und grinst
In dieser Zeit in der wir
Uns verkriechen verraten verkaufen verlieren
Und fühlen was die Macht uns befiehlt
Da freut sich der Teufel und wartet
Denn
Die Früchte reifen von selbst

UH

 

 

 

 
Warten
Still steht die Zeit
Inne halten
Jenseits von Zeit und Raum
Verweilen, atmen
Ein Flimmern am Horizont
Luftig vibrieren
Auf samt weicher Haut
Rubinrot erwärmt
Lavaerde, soweit das Auge reicht
Inneres reinigen
Umspült vom Salz des Meeres
Tanzende Wellen
Zeit und Raum gespürt
Ein Schritt weiter
Bis ich
Erneut
Warte
Still steht die Zeit
Inne halte……

Daphne Amiri

 

 

 

 

Deiner harrend

Bin ich in diese Welt geworfen,
Dass wartend ich verzehre mich?
Muss ich selbst noch im Amorphen
Als Ätherklang begehren dich?

Ach, wie viel Zeit seines Lebens
Der Mensch ob deiner Liebe harrt?
Nur bleibt die Müh‘ vergebens,
Solange ihn der Spiegel narrt.

Illusionen aus Ängsten
Erschaffen auf Erden die Pein.
Nicht Gottes Arm ist am längsten,
Der Mensch hält durch Denken sich klein.

So harre geduckt ich im Loch,
Flehe und bet‘ um Erbarmen ;
Nur betäuben will ich mich noch.
Bräucht‘ jedoch mich nur umarmen.

HH

 

 

 

 

Fragen

Ich warte auf dich,
ängstlich und verletzt.
Warte auf dein Wort.
Wirst du mich meinen
oder die andere?
Bist du noch mit mir,
nach all‘ den Jahren
oder schon längst fort?

ba

 

 

 

 

am Ende …

ich weiß aber schon,
nicht das Blau ist frei am Himmel …

mal wieder
schreibt das Unbekannte
das et cetera in meinem Leben
und so kantet sich ab das Runde,
unaufhaltsam,

mit Buchstaben aus Rost
schreibt es langsam
auf getrockneter Rinde,
wie zart
das Edle im Warten
sich mit dem Finden verliert …

DD