Das leichte Sein

Bedingungslos sich Liebe zeigt,
Der Rest ist nur des Egos Spiel,
Das gründet nicht in Dankbarkeit.

Nur, wenn das Ego in mir schweigt,
Die Seele wieder fliegen will,
Erinnert an die Leichtigkeit.

HH

 

 

 

 

 

Erhebe dich,
wie eine Feder
vom Wind getragen
himmelsfreudig empfangen.

Versiegle deine Lippen
im Einklang
mit dem Herzen
sie fortan
sprechen werden.

Vergraben im Sand
die innere Sicht
mit der Seele
du fortan sehend wird.

Leicht, wie fliegende Fische
den peitschenden Wellen entgegen
Als Meeresschaum du neu geboren wirst….

Daphne Amiri

 

 

 

 

 

Während ich mir die Ohren zuhalte,
höre ich besser nach Innen,
sehe Antworten – auf nicht mehr grünen, doch weiten… gewesen-Wiesen,
vereinzelt ein Gelb das durch zu viel Sonne verschwindet, vertrocknet, zerkrümelt, zurück zum Sand zurück zur Erde.

Während ich die Augen schließe um besser zu sehen,
höre ich Deine Gedanken.
Fragen – und im Nebel der Geduld kein Erwarten.
Sprechen Möwen über Träume?

Du musst nicht groß & stark sein.
Viel besser fliegt es sich leicht.

Sei der Schöpfer deines Seins,
lass Dich nieder und schwebe
wie Federn im Wind.

CS

 

 

 

 

 

Wie oft
Wie oft wohl,
frage ich Dich still,
wie oft wirst Du gefragt?
Wie oft bleibt Dir Dein Wort allein,
ungesprochen, nicht gesagt.
Wie oft hörst Du dem Regen zu,
mitten in der Nacht?
Was hast Du alles durchgemacht?

Wie oft?
Wie oft war alles offen,
doch schnell auch wieder zu.
Wie oft im Bett gewälzt, schlafen ohne Ruh.
Wie oft hörst Du dem Regen zu,
mitten in der Nacht.
Rastlos, denkend immerzu.

Wie oft?
Wie oft betrachtest Du Dein Leben?
Alles fort und doch bei Dir.
Wie oft bist Du Dir einfach Du?
Wie oft?
Wie oft kommt Schicksal über Dich?
Drehend schwirrt die Münze
auf Glas, Kristall, das Du erschufst.

Wie oft noch wirst Du raten,
unruhig mitten in der Nacht?
So laut, ganz still, nach Liebe rufst.

Wie oft?
Wie oft doch kommt ein Engel her,
still und schweigend nimmt er Dich
leicht in seinen Arm.
Wie oft er Dich schon hielt.
Ohne Preis, frei jeder Harm.

Wie oft?

RM

 

 

 

 

Leicht schwebend

Hast du schon mal das Schweben verspürt,
Als die Blicke im Jetzt sich berührt?
Hast der vertrauten Stimme gelauscht
Und warst vom Klang allein schon berauscht?

Bist du in Einheit geschwungen zu zweit,
Kennst du die Dauer vergessener Zeit.

Wie wunderbar die Räume verblassen,
Universen verschmelzen wir lassen.
Und ganz leis‘ hört die Herzen man klagen,
Dass keine Schwingen höher uns tragen.

HH

 

 

 

 

 

LEICHTIGKEIT

So leicht wie heut´ war es noch nie
Den Menschen zu verwirren
Und auch
Ihm vorzuschreiben was er darf und soll
Als Bettvorleger in den guten Stuben
Verhindert Angst den tiefen Schlaf
Und kuschelt sich bis in die Herzen
Auf dass der Tag zum Alptraum wird
Als kleine Pflanze wird sie noch geduldet
Man kennt sich das verbindet tief
Gedüngt von Handlagern der Macht
Gewässert mit Versprechen
gräbt sie sich fest in jeder Ritze
Und wächst heran zum Ungeheuer
Das lähmt und dann gehorchen lässt
Ist denn die Leichtigkeit des Seins tatsächlich unerträglich wie beschrieben?
Ist denn der Mensch zum Knechte nur gebor´n?
Was wäre wenn er Flügel hätte würd´ er sie stutzen gleich am ersten Tag?
Den Strick gar selbst noch gern bezahlen mit dem man ihn zum Schlachter führt?
Die Antwort darauf wird die Zeit uns lehren
Mal sehen was in den Büchern wird geschrieben
Wer wen zu viel gefüttert hat
Und wer am Ende hungern wird

UH

 

 

 

 

Leicht

Immer wieder Wolken über uns,
strotzend dem Gebot der Schwerkraft.
Weiß und machtig sich ertürmend,
manchmal schwarz, grau niederträchtig.

Ziehend über uns in Leichtigkeit

Mir, so Dir, sind die Gedanken.
Liebend innig, in Wolkenwehen weit entfernt.
Leichtigkeiten sind dort entkernt,
wo Frucht uns einsmal war und wird.

Es zieht um uns die Leichtigkeit der Ströme.
Wagend hin zum andren Stern.

Ziehend über uns in ruhigen Schweben
webend Wolken voller Schwerter.
Trotzend aller Dinge, kalt brutal in Schärfe,
wartend nur, das Du denn bist der Werfer.

Der Kampf allein ist nichts,
wenn einzig nur zum Kampf geführt.
Ist er herzbebend ausgeführt, können sich
weißmächtig hohe Wolken bilden.

Ziehend über uns in Leichtigkeit
Und Engel finden neuen Platz.

RM

 

 

 

 

 

Leichtigkeit …

die Leichtigkeit beginnt mit berauschendem Tanz,
im Mondschein kommt die Pupille zum Ohr,
noch grün verliert der Sommer an Substanz
und Traumdüfte trinken die Nächte langsamer…

die Erde hofft verwegen, in getrockneten Krusten
saugen gesäte Samen die Substanz schneller,
die Pupille sieht die Gedanken verspielt, wirft Blicke zu
und die Leichtigkeit endet im carpe diem …

DD

 

 

 

 

Zarte, azurblaue Winde
wehten duftende Rosenblätter
auf seiden blauen Teppichen
und tanzend mit Schamesröte auf den Wangen
schwebte sie
türkisfarben verhüllt
durch Gemächer,
in Windeseile einverleibend.

Daphne Amiri

 

 

 

 

 

Leichter lieben

Vergessen ruht die Leichtigkeit.
Die Form, oh Gott, sie drückt so schwer.
Nur manches Mal, von Zeit zu Zeit
Verliebt sich dieser Körper sehr.

Dann schwebt er fast vor lauter Glück,
Möcht‘ gar sich gern erinnern.
Wie war das noch, denk‘ ich zurück,
Heldenhaft unter Gewinnern?

Das Leichte im Vergessen ruht,
Dass Wissen es nicht finden kann.
Nur, was der Mensch aus Liebe tut,
Erhöht sein Schwingen dann und wann.

HH