… wie die Wege, stammen wir aus der selben Quelle und wie die Wege, führen uns Raum und Zeit der Quelle zu.
Im ewigen Kreislauf durchwandern wir Leben für Leben auf der Suche nach uns selbst und nach dem, was unsere Seele erbittet …

 

 

 

Wieviel Philosophie sich um die Wege kreist.
Während Wege von uns als gerade
und nach vorne empfunden werden.
Obwohl wir sie nie einhalten können,
wie sehr wir uns dies auch vornehmen.
Ein Weg, ein Ziel, ein unbeschilderte Gabelung.
Und schon hat es sich.
Schon gilt es wieder , sich neu zu orientieren.
Wieder werden sich Wege auftun.
Wie wäre es wohl, wenn alle Wege dieser Wege zusammengefasst würden, gefüllt mit den Ideen
all derer Menschen, die Wege gehen wollen?

RM

 

 

 

 

der Weg …

ein Weg, der viel zu lang ist,
eine ewige Zeit kommt,
dass sie kommt, das wusste ich …

jeder Schritt, das schmerzt,
das Leben, wie eine Kerze,
nur die Nacht ist ohne Wind …

in unerreichbarer Ferne,
da sehe ich dich,
viel zu weit dieser Weg für mich …

DD

 

 

 

 

 

Viele Wege folgen den Bongos, und…

Irgendwann muss man sich von etwas geliebtem trennen –
Irgendwann spielt an beliebten Orten kein Schmeichel-Ton (mehr)
Jedes Gefühl wird irgendwie vergehen.
Irgendwie klettert Moll und Dur von der Leiter.

CS

 

 

 

Alle Wege

Egal wohin der Weg auch führen mag,
Es sind keine Fehler zu bedauern.
Nur stets dem Ego folgen, Tag für Tag,
Läßt die Seel‘ am End‘ das Sein betrauern.

Es führen alle Wege nur ins Nichts,
Weil dort alle Wege sind entsprungen.
Und bricht die Spiegelwelt im Schein des Lichts,
Ist Hoffnung und auch das Leid verklungen.

Alle Wege in die Irre führen
Es gibt kein Wollen oder Müssen.
Deinen Körper, nur die Wärme spüren,
Dir liebkosend Haut und Lippen küssen.

HH

 

 

 

Vertrauen

Im Jetzt
In Luft und Liebe
Fern der Wegmarken
Bin ich.

ba

 

 

 

 

VerWegen

Im Dickicht, im Morast,
in jenem trostlosen Dämmerlicht,
rannte ich rastlos,
mir meiner nicht gewahr
lauschte verWegen den Stimmen,
die sich von solch Untriebigkeiten nährten.

Umgeben
vom Nebel der Verzweiflung,
bar jeder Hoffnung,
den Kräften geraubt,
zog ich im Dickicht umher, verWegene Worte waren meine Begleiter.

Alsdann sah ich die Weite,
in ein Meer von Lichtern getaucht,
und andächtig
wandelte ich,
VerWegenes mir gewahr,
auf blauen Pfaden.

Daphne Amiri

 

 

 

Wegzehrung

Wieviele sind ihn schon gegangen
Den Weg
Von dem so keiner wirklich weiß
Wohin er führt

Mal scheint er breit fast leicht
Dann wieder dunkel eng und kalt

Man sagt der Stein der Weisen
Er läge doch auf jedem Pfad
So wie in jedem Garten
Die Bäume der Erkenntnis steh´n

Doch wer erlangt schon die Erleuchtung
Und hat er sie
Was fängt er Gutes damit an

Ist glücklicher vielleicht der Dumme
Der gar nichts wissen will noch kann
Der Vögeln lauscht und sich dran freut
Dass sie dem Menschen Wohlgefallen
Fragt ihn dann einer nach dem Tod
So lacht er
Was geht mich das an
Er kommt und ich werd´s merken dann

Beneidenswert schon fast die Worte
Für den der Schwermut in sich trägt
Und dem am Ende seiner Zeit
Versäumtes schwerer wiegt als Lust

UH

 

 

 

 

Kein Weg ist fern

alles nur Dreck.
Fort die Gedanken,
in denen die Maden
sich wühlen durch Speck.

Längst nichts mehr da,
um sich drum zu kümmern,
alles gefressen von
hochnoten Würmern.

Rauf nun aus Boot,
das Letzte aufs Deck.
Rein in die Rahen,
am Segel kein Fleck

Hoch sind die Träume,
das Segel ist straff,
weg von der Küste,
dem dunkelen Haff.

Weit nun ins Weltmeer,
weit nur hinaus
dort oben die Lichter,
sie fordern heraus.

Hin zu Gestaden,
die niemand nur kennt,
am hellsten der Stern,
der mit mir verbrennt.

RM

 

 

 

 

Des Lebens Pilgerschaft

Der Pilgerweg der Menschheit
Führt auch durch dunkle Gassen.
Und dann wieder hell und breit
Auf ausgebauten Straßen.

Manchmal, der Weg nur krumm erscheint,
Die Angst ist oft jedoch im Spiel ;
Ist dieser Weg für mich gemeint,
Führt wirklich dieser Weg zum Ziel?

Dabei sind alle Lebenskreise
Eine Fahrt nur auf der Achterbahn.
Je Runde eine neue Reise,
Zugeschnitten auf den Seelenplan.

Des Lebens Bühne ist ein Spiegel nur,
Der die Rolle mit meinem Spiel abgleicht.
Lerne lesen ich und folge der Spur,
Ein göttlicher Mime sein Ziel erreicht.

HH

 

 

 

 

Lebensspur

Wege kommen mir entgegen,
strecken sich vor mir aus,
erwarten mein.
Still halte ich inne,
folge der Libelle
und Akelei.

Aus jedem Schritt wächst der nächste,
zögernd im Schmerz oder
leichten Fußes,
streife ich in Regen und Wind,
auf meiner Lebensspur,
die längst gelegt.

ba

 

 

 

Und so floss ich
träge, brackig mein Wasser,
immerzu im wohlbekannten Bette
auf die gleiche Weise
dieselbe Reise.

Ach, wie beneidete ich den Wind,.
frisch und frei
kam er geschwind,
wühlte es auf,
mein träge fließendes Wasser
und lud mich ein
mit ihm
von dannen zu ziehen.

Und so übergab ich mich dem Wind,
der mich leicht und mühelos aufnahm
bis er sich verfing
an der Spitze eines Berges.

Und dort droben,
die Weite mir so nah,
begann sie,
meine neue Reise,
in sanfter Kühle floss ich weiter,
neue Wege bahnt ich mir.

Daphne Amiri

 

 

 

 

Wege …

ja, über raue Pfade
gelangt man zu den Sternen,
auf Wege
kommend aus dem Nirgendwo …

Wegsteine erzählen,
wie schnell, wie sanft wir gehen,
wie freudevoll unsere Schatten
uns begleiten,
wie einsam unsere Spuren …

in der Sehnsucht gefangen,
nach unseren Wegen,
die Richtung vor unseren Augen
und hinten glimmt das Vergangene …

DD