„Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.“

Buddha

… jeden Tag als einen Neubeginn zu sehen und Herausforderung als Chance zu begreifen, als ein Geschenk, das uns das Leben bereit hält …
ja, es gibt ein Bleiben im Gehen und im Ende einen Neuanfang.

 

 

Erde
noch in eisiger Erstarrung,
doch in freudiger Erwartung
wird Sie aufs Neue erwachen,
erwachsen,
in schillerndsten Tönen
erblühen
in sich selbst das Feuer des Lebens
erspüren
sich transformieren
sich zurück ziehen
sich zurück nehmen
und in tiefer Glückseeligkeit
erneut erstarren.

Daphne Amiri

 

 

 

 

NEUANFANG

Zaghafte Schritte in nebliger Nacht
So kalt
Zu lang
Unter wolkenverhangenen Sternen
Schleicht Stille umher
Verspricht Unsicherheit
Verschenkt Zweifel
Eine Ratte knabbert genussvoll an totem Holz

Wohlan Wanderer
Woher nimmst du die Kraft
Wenn ewiger Schlaf dich lockt und verführt
Wie Odysseus Gefolge der Gesang der Sirenen
Du ahnst
Nie wird der Moment der Richtige sein
Doch das Leben ist kurz und lehrt nur zwei Worte
Beginne jetzt

UH

 

 

 

 

NeuAnfang

Wie aus dem Schlaf erwacht,
steigt der Tag auf.
Noch unbelebt und neu,
ist er bereit
mich zu beherbergen,
zeigt mir die Welt:

Goldene Lichtdome
Tränenreiche
Raureifes Nachtlicht

Ich setz‘ den Fuß
auf das Unberührte,
während am Weg
Blumen aus Dornen blüh‘n.

ba

 

 

 

 

Samttropfenfeiner Nebel,
gleich dem Milchglas
hinter dem ich nur deine Konturen erahne.
Grau-weißes Licht,
es fehlt mir die Sicht,
die Sicht in die Ferne,
in die Weite…..

Im Nebel, der die Weite verschlingt,
bleibt dir nur, zu fühlen
wie glasklar, beinah weise wir uns umeinander drehen.
Und im Wirbel des Tanzes
erinnere ich dich
an das, was du kennst,
an das, was dir vertraut ist.

Erkläre nichts,
beginne nichts verstehen zu wollen,
lasse es einfach nur geschehen
und es wird Neu entstehen…..

Daphne Amiri

 

 

 

 

Vorbei der Kampf

Sieh‘ hinter dich, die Brücken brechen.
Alles Wünschen und alles Hoffen
Es ruhet in verzinkten Blechen.
Nur neue Wege stehen offen.

Noch nie von Menschen ward betreten
Dieser lichte Pfad zum wahren Sein.
Kein Wort verschwenden Exegeten
Über den Neubeginn im hellen Schein.

Das Wissen darüber lag sehr tief
Im Menschen, ewig schon verborgen.
Und, weil vergessen das Sein nur schlief,
Bedrängten Ängste uns und Sorgen.

In Dankbarkeit wir nun vergeben
Allem, das uns in Liebe vorwärts stieß.
Wir steigen aus den Schützengräben
Und lieben, was uns ängstlich hassen ließ.

HH

 

 

 

Neubeginn

Der Sturm vorbei
dahinten ist am Horizont
noch Dunkel, Schwarz.
Ist Blitz und Donner.

Die Wut zieht weiter,
rings umher ist Chaos, Trümmer,
Stille, wehend.
Wüstenei.

Weinen, weh das Jammerklagen,
zerstört die Welt, so wie sie war.
Ein alles ist zerstört.
Entzwei.

Viele, vieles tief verschüttet,
es hilft nicht dumpfes Todeswarten.
Kommt, nun kommt und schnell herbei.
Nehmt die Schaufel, nehmt den Spaten.

Niemand nimmt uns ganz das Leben,
die Stärke stirbt erst tief im Tode.
Auf zu Taten, ewig sein.
Los ihr Lieben, kommt herbei.

RM

 

 

 

 

Der vergilbte Tag

Der Kalender ruft das Neue aus
Während ich noch das Alte umarme
Zu finden die Blätter einer Rose
Als Liebe versteckt im vergilbten Tag
Will ich sie ins Neue tragen

ba

 

 

 

 

Neubeginn …

die Handreichung,
die noch immer ersehnt ist,
streichelt sanft deine verrunzelte Stirn,
… fast väterlich …
eine zittrige Bewegung
in einer gut überlegten Struktur …

sie spaltet dich in zwei,
wie der Nagel,
geschlagen ins jüngste Holz
und du weißt,
es ist ein Traum und sagst,
es darf kein Erwachen geben …

welch Woge im Lied
des gnadenlosen Schwunds …

knospenprangende Strahlen
erwärmen deine Wange,
während dein Stern
sich auf seiner schicksalhaften Bahn verirrt …

und irgendwann sind wir so jung,
jung genug, um zu wissen,
es ist ein alter Neubeginn …

DD